24.05.2017

INTERVIEW

BUGLAS-Geschäftsführer Wolfgang Heer im Gespräch mit der Pressestelle des Breitbandbüros des Bundes zur ANGACOM 2017


1.    Welche Erwartungen haben Sie an die ANGA COM? Mit anderen Worten: Was gehört für Sie zu einer gelungenen Breitbandmesse?

Eine gelungene Breitbandmesse kombiniert die Möglichkeit, sich in komprimierter Form über technische und Anwendungs-Neuheiten und -Weiterentwicklungen zu informieren, mit der Gelegenheit, sich mit vielen relevanten Gesprächspartnern dazu auszutauschen. Diese Anforderung hat die ANGACOM in den vergangenen Jahren sehr gut erfüllt und erfolgreich den gesamten Bereich „Breitband“ in Programm und Fachausstellung integriert. Für uns als Bundesverband Glasfaseranschluss ist es darüber hinaus sehr wertvoll, als Kooperationspartner der ANGACOM wie bereits in den beiden Vorjahren ein eigenes Strategie-Panel ausrichten zu können, in dem zentrale aktuelle Branchenthemen intensiv und mit hohem Praxisbezug beleuchtet werden können. So ging es im vergangenen Jahr bei unserem Panel beispielsweise um einen Leistungsvergleich der verschiedenen Access-Technologien, 2015 um das Dauerbrenner-Thema Public WLAN.

2.    Was wird in dem von dem BUGLAS ausgerichteten Panel genau geschehen?

Kooperationen zwischen Breitband-GmbHs, kommunalen Eigenbetrieben, Stadtwerken oder Energieversorgern auf der einen und TK-Unternehmen auf der anderen Seite haben sich gerade in den vergangenen zweieinhalb Jahren als ein ganz zentrales Element des Breitbandausbaus in Deutschland herausgestellt. Unser diesjähriges ANGACOM-Panel am 1. Juni von 13:15 bis 14:30 Uhr in Raum 1 untersucht daher folgerichtig die möglichen Formen der Zusammenarbeit in der Branche. Die Panel-Teilnehmer, hochkarätige Vertreter von TeleColumbus, NetCologne, M-net und Breitband Eichenzell, werden zunächst ihre unternehmensindividuellen Kooperationen mit jeweils unterschiedlichen Wertschöpfungstiefen vorstellen und dabei auf technische, ökonomische und auch vertragliche Aspekte eingehen. Im Anschluss werden wir unter anderem diskutieren, welchen Beitrag Kooperationsprojekte für den weiteren Breitbandausbau in Deutschland leisten können, ob es prädestinierte Partner gibt, die sich überhaupt oder deutlich stärker als bisher in Kooperationen engagieren sollten und wie wichtig die Beteiligung kommunaler Institutionen bei Kooperationsprojekten in dünner besiedelten Gebieten ist. Dabei sind natürlich auch Fragen aus dem Auditorium möglich.

3.    Welche Rolle wird Ihrer Einschätzung nach der Breitbandausbau in den kommenden Jahren in Deutschland spielen? Welche Breitband- und Digitalisierungs-Themen werden in den kommenden Jahren Deutschland am meisten beschäftigen?

Gerade der Auf- und Ausbau wirklich leistungsfähiger, echter Glasfasernetze wird und muss uns auch in den kommenden Jahren intensiv beschäftigen. Eine flächendeckende Glasfaserinfrastruktur ist die Basis für alle ortsfesten und mobilen Anschlussnetze, die die künftig benötigte ubiquitäre Konnektivität überhaupt erst ermöglicht. Und da haben wir hierzulande noch einen erheblichen Weg zu gehen. Das gilt auch in punkto internationale Wettbewerbsfähigkeit: Deutschland ist nicht wegen, sondern trotz seiner Breitband-Infrastruktur die stärkste Volkswirtschaft Europas! Hier kann und muss auch die Politik mit einem klaren Glasfaser-Infrastrukturziel die Richtung mit vorgeben.

Für die FttB/H-Branche muss zudem die Frage im Vordergrund stehen, wie die Netzauslastung und damit die Refinanzierbarkeit der Netzinvestitionen verbessert werden kann. Hier kann beispielsweise Wholebuy, also der Verkauf von Vorleistungsprodukten auf eigenen Netzen, einen gewichtigen Beitrag leisten und Anreiz für weitere Investitionen in den Netzausbau sein. Was die Digitalisierung angeht, werden Themen wie Medienkompetenz, Datenschutz, die sichere Steuerung von kritischen Infrastrukturen und die zunehmende Cyber-Kriminalität zentrale Fragestellungen sein.


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BUGLAS-Strategie-Panel

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BUGLAS-Sommerfest 2017

am 4. Juli erneut in Norderstedt

BUGLAS-Jahreskongress „Glasfaserwelten 2017“

am 6. Dezember 2017 im Clostermans Hof in Niederkassel

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