Vectoring im HVt-Nahbereich:

Regulierungsentwurf lässt FttB/H außen vor

Im Februar 2015 hatte die Telekom Deutschland GmbH bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) den exklusiven Einsatz von Vectoring in den sogenannten Nahbereichen rund um die ca. 8000 Hauptverteiler beantragt. Im Gegenzug will die Telekom sich dazu verpflichten, sämtliche Kabelverzweiger in den Nahbereichen mit VDSL-(Vectoring-)Technik zu erschließen. Da der Einsatz von Vectoring immer nur durch ein Unternehmen möglich ist, hätte ein Exklusivrecht für die Telekom die vollständige Remonopolisierung der Nahbereiche und damit verbunden erhebliche und irreversible Schäden für den Wettbewerb zur Folge. Zudem würde insbesondere die Vermarktung bereits realisierter FttB/H-Netze erheblich erschwert, und dies, obwohl gerade die BUGLAS-Unternehmen der Telekom hier seit geraumer Zeit hochleistungsfähige Vorleistungsprodukte anbieten. Vor diesem Hintergrund hat der BUGLAS in den vergangenen Monaten Politik und Regulierer intensiv vor den Auswirkungen einer Annahme des Antrags der Telekom gewarnt.

Am 23. November hat die Beschlusskammer 3 der BNetzA ihren Konsultationsentwurf für eine Regulierungsverfügung veröffentlicht, die den Einsatz von Vectoring im Nahbereich regeln soll. Danach soll die Telekom das Recht erhalten, die Nahbereiche mit Vectoring zu erschließen und folglich den Wettbewerbern den Zugang zur Teilnehmeranschlussleitung zu verweigern. Allerdings können auch Wettbewerber, die am 23.11.2015 im Anschlussbereich eines Hauptverteilers die absolute Mehrheit der Kabelverzweiger mit DSL erschlossen haben, dort Vectoring einsetzen, wenn sie sich zum vollständigen Ausbau des jeweiligen Nahbereichs verpflichten. Damit hat die Telekom zwar kein allumfassendes Exklusivrecht erhalten, kann aber aller Voraussicht nach in der weit überwiegenden Anzahl der Hauptverteiler und Nahbereichs-KVz die Teilnehmeranschlüsse der Wettbewerber kündigen. Dadurch sind nicht nur erhebliche Wettbewerbsverzerrungen zu befürchten, es droht auch der Überbau von hochleistungsfähigen FttB/H-Netzen mit Vectoringtechnik, was deren erfolgreiche Vermarktung als Basis für den weiteren dringend notwendigen Glasfaserausbau in Deutschland erheblich zurückwerfen würde. Das Vorhaben der Beschlusskammer, eine Regelung zu finden, die einen chancengleichen Wettbewerb ermöglicht, ist damit allenfalls sehr bedingt geglückt und weist noch erhebliche Schwächen auf, die fatale Folgen für den Breitbandausbau und den Wettbewerb nach sich ziehen könnten. Der BUGLAS hat darauf auch in der öffentlichen mündlichen Verhandlung bei der BNetzA am 10. und 14. Dezember hingewiesen und wird auch im weiteren Verfahren auf eine wettbewerbskonformere Lösung drängen. Eine solche muss nach Auffassung des Verbands eine Remonopolisierung der Nahbereiche durch die Telekom verhindern und sicherstellen, dass bereits erfolgte sowie künftige Investitionen in FttB/H-Anschlüsse nicht entwertet beziehungsweise komplett ausgebremst werden.

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