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Aktuelle Branchennews und PRessemeldungen


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GLASKLAR 7/2021

Der BUGLAS-Newsletter: Aktuelle Informationen aus Politik, Regulierung, Branche und Verband

Aus Verband und Branche

5G-Ausbau: BUGLAS-Rahmenvertrag mit 1&1 Versatel verfügbar

Kooperationen mit den deutschlandweit aktiven Anbietern sind für viele lokal und regional engagierte Netzbetreiber ein wichtiges Geschäftsfeld, um die eigene Netzauslastung zu erhöhen und somit die Amortisationszeit der Investitionen zu verkürzen. Um die Anbahnung solcher Kooperationen zu erleichtern, arbeitet die BUGLAS-Geschäftsstelle an einer ‚Open Access Toolbox‘, mit der den Branchenunternehmen vorverhandelte Rahmenverträge für verschiedene Vorleistungsprodukte mit verschiedenen Vorleistungsanbietern bereitgestellt werden sollen.

Den ersten Rahmenvertrag konnten wir nun mit 1&1 Versatel abschließen. Es handelt sich um einen Rahmenvertrag (inkl. Anlagen 1 – 4) über die Bereitstellung von Lichtwellenleitern (Dark Fiber) insbesondere zur Anbindung von 5G-Masten. Der Rahmenvertrag dient den vor Ort ansässigen Netzbetreibern als Grundlage für die bilateralen Verhandlungen mit 1&1 Versatel und kann ab sofort über die BUGLAS-Geschäftsstelle angefragt werden. Da Rahmenvertrag und Anlagen viele wichtige Vereinbarungsinhalte bereits geregelt haben, sinken die Transaktionskosten für die BUGLAS-Mitglieder wie auch für 1 &1 Versatel deutlich.

BUGLAS-Geschäftsführer Wolfgang Heer freut sich darüber, dass „wir nun mit 1&1 Versatel den ersten Rahmenvertrag für die Anbindung von 5G-Masten abschließen konnten. Ein großer Dank geht an das Team von Christian Kläsener von 1&1 Versatel und an die BUGLAS-Unternehmen, die sich aktiv an den Verhandlungen des Rahmenvertrags beteiligt haben.“

So war eine für den Verband repräsentative Arbeitsgruppe aus sechs BUGLAS-Unternehmen an den Verhandlungen beteiligt. Im Rahmenvertrag werden grundsätzliche Absprachen beispielsweise zu Mitwirkungspflichten, Vertragslaufzeit, Haftung oder zur Kündigung geregelt. In den Anlagen 1 – 4 werden der Bereitstellungsprozess, die technischen Spezifikationen, die SLAs sowie die Ansprechpartner definiert. In den Dokumenten sind einzelne Stellen hervorgehoben, die noch (teilweise) bilateral verhandelt werden müssen. Zudem sind die Preise (Anlage 5) noch zu verhandeln.

Interessierte Unternehmen erhalten den Rahmenvertrag bei Markus Ortwein (ortwein[at]buglas.de) auf Anfrage gegen eine Schutzgebühr (250 Euro für BUGLAS-Mitglieder und 950 Euro für Nicht-Mitglieder). 

Aus Politik und Regulierung

„Wettbewerb im Umbruch“ – Monopolkommission stellt TK-Sektorgutachten vor

Am 16.12.2021 hat die Monopolkommission ihr insgesamt 12. Sektorgutachten für den Telekommunikationsmarkt in Deutschland vorgestellt. Neben einer Einschätzung zum allgemeinen Wettbewerbsumfeld und zur Regulierungspraxis der BNetzA befasst sich das Gutachten schwerpunktmäßig mit der Migration von Kupfer- auf Glasfasernetze sowie mit den Anforderungen an Ko-Investitionsmodelle. Weitere Themen sind die Wettbewerbsentwicklung im Mobilfunk sowie die regulatorische Behandlung von OTTs.
Konkret empfiehlt die Monopolkommission bspw. im Rahmen der künftigen Regulierung von Glasfaser-Vorleistungen der Telekom mehr Produkte in den sog. ERT-Test (Test auf wirtschaftliche Nachbildbarkeit) einzubeziehen, was der BUGLAS ebenfalls in der Stellungnahme gegenüber der BNetzA gefordert hatte. Für die Kupfer-Glas-Migration schlägt die Monopolkommission einen verbindlichen und transparenten Migrationsplan vor. Im gesamten Migrationsprozess muss dabei insbesondere verhindert werden, dass sich die Marktmacht der Telekom vom Kupfernetz auf das Glasfasernetz überträgt. Bis zum Ende der Migration sollen die Vorleistungsentgelte für die Kupfer-TAL dabei real stabil bleiben, also lediglich an die Inflation angeglichen werden.

Ko-Investitionsmodelle unter Beteiligung der Telekom sollen nach dem Vorschlag der Monopolkommission auf Gebiete begrenzt bleiben, in denen Infrastrukturwettbewerb unwahrscheinlich ist. So sollen potenziell wettbewerbsbeschränkende Effekte weitgehend vermieden werden.

Das Gutachten wird der Bundesregierung übergeben, die an die Empfehlungen zwar nicht gebunden ist, sich dazu aber anschließend im Rahmen einer Stellungnahme äußert.

Überarbeitung der EU-Breitbandbeihilfeleitlinien

Die EU-Kommission hat am 19.11.2021 ihren Entwurf für eine überarbeitete Fassung der Breitbandbeihilfeleitlinien veröffentlicht und zur Konsultation gestellt. Bis zum 11.02.2022 können Unternehmen, Branchenvertreter, Behörden/ Regierungen und Bürger zu den neuen Richtlinien Stellung nehmen. Die erstmals 2013 veröffentlichten Leitlinien definieren den Anwendungsbereich für nationale Subventionen für den Breitbandausbau, die der Kommission unabhängig von ihrer konkreten Ausgestaltung grundsätzlich immer zur Notifizierung vorgelegt werden müssen. Dabei legen die Leitlinien den engeren europäischen Rahmen fest, an dem sich die Mitgliedsstaaten orientieren müssen. Die nun vorgenommene Aktualisierung der Leitlinien reflektiert in erster Linie eine Anpassung an die technologischen Entwicklungen sowie den fortschreitenden Status des Glasfaserausbaus in vielen europäischen Ländern und die steigende Nachfrage nach hohen Bandbreiten, die sich auch in den jüngsten Zielen der Kommission für 2025/30 wiederfinden.
 
So werden die Kriterien für eine Feststellung von Marktversagen, das die Bedingung für eine evtl. Förderung von Endkundenanschlüssen darstellt, geändert und geschärft. Dabei steigen die Bandbreitenversorgungsschwellen, während die Kategorisierung von Gebieten in weiße, graue und schwarze Flecken beibehalten wird. Somit sind künftig alle Gebiete förderfähig, die keine Versorgung durch ein „Ultra-fast Access Network“ (UAN) sicherstellen können, das mindestens eine Downloadgeschwindigkeit von 100 Mbit/s aufweist („Weißer Fleck“). In den alten Richtlinien wurden die verschiedenen „Flecken“ bisher durch die Verfügbarkeit eines Next Generation Access Networks (NGA oder NGN), das eine Downloadrate von mindestens 30 Mbit/s garantiert, definiert. Auch sollen dem Entwurf zufolge alle diejenigen Gebiete förderfähig sein, die zwar ein UAN vorweisen können, das jedoch nicht auf absehbare Zeit eine Downloadgeschwindigkeit von 1 Gigabit/s und mindestens 200 Mbit/s im Upload leisten können wird („Grauer Fleck“). Auch „schwarze Flecken“ (es existieren zwei UANs parallel, die jeweils 100 Mbit/s im Download bieten) können förderfähig sein, wenn die existierenden Netze keine Downloadgeschwindigkeit von 1 Gigabit/s und eine Uploadrate von 200 Mbit/s erlauben und ein diesbezüglicher Ausbau durch die Anbieter nicht glaubwürdig in absehbarer Zeit vollzogen wird. Mit der Anpassung der Flecken-Definition geht die Kommission auf die neuen Gigabitziele und den weiteren Ausbau leistungsfähiger Breitbandstrukturen ein. Hier wird auch erstmals die Uploadrate als bestimmende Eigenschaft genannt, auch wenn die Förderung weiterhin technologieneutral auszugestalten ist.
 
Neben weiteren Änderungen springt gerade die Einführung von nachfrageseitigen Fördermaßnahmen ins Auge. Der Entwurf gestaltet auch etwaige Voucher-Fördermöglichkeiten genauer aus. Zielsetzung ist es, hier größere Rechtssicherheit für Mitgliedstaaten herzustellen, wenn diese ein entsprechendes, neuartiges Förderinstrument ausgestalten wollen. Der Entwurf unterscheidet nach sogenannten „Social“ und „Connectivity“ Vouchern, die jeweils unterschiedliche Ziele verfolgen. Der „Social“ Voucher zielt darauf ab, die soziale Teilhabe durch Zugang zu schnellem Internet für sozial schwächere Haushalte und Personen sicherzustellen und diese am ökonomischen Geschehen gleichberechtigt teilhaben zu lassen. Dieser Voucher kann maximal über eine Dauer von 3 Jahren vergeben werden und bei der Bezahlung der monatlichen Kosten oder der Einrichtungskosten für einen Breitbandanschluss unterstützen. Der „Connectivity“ Voucher auf der anderen Seite verfolgt insbesondere das Ziel der Anschlussratensteigerung und der damit verbundenen Steigerung wirtschaftlicher Aktivität. Er kann von einer breiteren Gruppe Bürgern beansprucht werden, wenn a) maximal 50 % der monatlichen oder fixen Kosten eines Breitbandanschlusses übernommen werden, und b) der Gutschein ein bestehendes Marktversagen in Bezug auf die Anschlussrate ausräumen kann. Zusätzlich ist ein offener und diskriminierungsfreier Netzzugang seitens vertikal integrierter Betreiber nötig, wenn sie mehr als 25% Marktanteil halten und eine Voucherförderung eingesetzt werden soll.  

Neben diesen Aspekten werden die Regelungen der bestehenden Breitbandbeihilfeleitlinien neugeordnet und strukturiert sowie bestehende Konzepte und Regelungen konkretisiert. Der BUGLAS wird den Entwurf prüfen und eine entsprechende Stellungnahme bei der Kommission einreichen.

TKG-Novelle kommt in der Praxis an

Zum 1. Dezember ist die novellierte Fassung des Telekommunikationsgesetzes in Kraft getreten und entfaltet damit nun praktische Wirkung. Es kommen also verschiedene Neuerungen auf die Branche und die Endkunden zu, wie bspw. die Minderungsrechte bei Bandbreitenabweichungen. Hierzu hat die BNetzA kürzlich eine Allgemeinverfügung veröffentlicht, in der die Anforderungen an die Messkampagne festgelegt werden. Damit die Messergebnisse aussagekräftig sind, ist es etwa erforderlich, dass das Endgerät über ein LAN-Kabel mit dem Router verbunden ist, Hintergrund-Traffic vermieden wird und die WLAN-Funktion des Routers ausgeschaltet ist. Weiterhin legt die Allgemeinverfügung auch den zeitlichen Rahmen der Messkampagne fest, also wie oft und mit welchen zeitlichen Abständen die Messungen erfolgen müssen, damit daraus Rückschlüsse auf die tatsächliche Anschlussqualität gezogen werden können.

Mit Inkrafttreten der Allgemeinverfügung am 13.12. hat die BNetzA auch eine aktualisierte Version des Messtools veröffentlicht, mit dem die Messungen entsprechend den neuen Vorgaben vorgenommen werden können. Mit dem automatisch generierten Messprotokoll können Endkunden dann bei ihrem Anbieter etwaige Rechte geltend machen.

Veranstaltungen

Da wir zu unserem allergrößten Bedauern aufgrund der pandemischen Lage unseren Jahreskongress im Dezember leider doch noch einmal verschieben mussten, haben wir uns gleich an die Planung für das kommende Jahr begeben. 2022 wollen wir Sie gerne wieder persönlich treffen und uns austauschen. Daher planen wir gleich zwei große BUGLAS-Veranstaltungen in Präsenz!  

Wir freuen uns, Ihnen bereits jetzt den neuen Termin für den Jahreskongress ankündigen zu können:

BUGLAS Jahreskongress 2022

22. September 2022

Gendarmerie Austernbank & Humboldt Konferenz, Behrenstr. 42, 10117 Berlin

Neben einem spannenden Kongressprogramm erwartet Sie natürlich auch eine Abendveranstaltung in gewohnt entspannter Atmosphäre und mit vielen persönlichen Gesprächen.

Please save the date! Sie können sich bereits jetzt hier für den Jahreskongress vormerken lassen. Wir informieren Sie dann im neuen Jahr über die weiteren Details.

>Zur Anmeldung<

Der BUGLAS-Jahreskongress in Berlin findet mit freundlicher Unterstützung unserer Sponsoren Huawei, Infrafibre und Nokia statt.

BUGLAS-Sommerfest 2022

Und was ist besser als eine Präsenzveranstaltung? Richtig, zwei Präsenzveranstaltungen! Daher planen wir aktuell auch unser BUGLAS-Sommerfest in Norderstedt im Frühsommer 2022. Den genauen Termin und alle weiteren Details geben wir zeitnah bekannt.
 
Wir freuen uns schon jetzt darauf, Sie im kommenden Jahr bei unseren Veranstaltungen wiederzusehen!

Weitere Veranstaltungshinweise für das neue Jahr:

Die inzwischen 7. Staffel der 5G Roadshow, die wir seit zwei Jahren zusammen mit dem DIHK, DLK und anderen Verbänden ausrichten, befindet sich bereits in Vorbereitung – voraussichtlich ab Februar werden wir mit neuen spannenden Webinaren zu Themen rund um 5G und Campusnetze aufwarten. Weitere Informationen dazu erhalten Sie Anfang des neuen Jahres über die gängigen Verteiler.

Ebenfalls fortgesetzt wird 2022 die vom BUGLAS mitinitiierte Nachhaltigkeitsreihe des BMVI. Auch hierzu erhalten Sie im neuen Jahr weitere Informationen.

Im März findet ein weiteres wichtiges Branchenereignis statt: die FTTH-Konferenz in Wien. Vom 29. bis 31. März 2022 trifft hier die internationale “Glasfaser-Community” wieder zusammen. Der BUGLAS ist wie in den Vorjahren Kooperationspartner der Veranstaltung und hält entsprechende Sonderkonditionen für seine Mitglieder bereit, über die wir im kommenden Jahr informieren werden.

Vormerken sollten Sie sich außerdem auch schon einmal die ANGACOM, die vom 10. bis 12. Mai 2022 in Köln stattfindet.

Neu im BUGLAS

Wir begrüßen ganz herzlich...

carrierwerke GmbH
Die carrierwerke haben sich aus Branchenexperten 2021 neu gegründet und bieten eine große Bandbreite an Dienstleistungen für einen erfolgreichen Netzbetrieb. Dabei will das Unternehmen besonders Stadtwerke, Kommunen und Netzinhaber, die neu am TK-Markt sind, beim Markteintritt unterstützen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der nachhaltigen Projektumsetzung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. So gehören die Lieferung von Diensten und der Betrieb des Netzes ebenso zum Leistungsportfolio wie softwarebasierte Digitalisierungslösungen und weitreichende, praxisorientierte Beratungsleistungen. Mehr Informationen unter: www.carrierwerke.de

Österreichische Glasfaser Verlegungs GmbH
Die Österreichische Glasfaserverlegung ist ein Unternehmen, das seit rund 10 Jahren in Österreich am Markt ist und auch in Deutschland mit dem NANO_TRENCH® Verfahren Glasfasernetze errichtet. NANO_TRENCH® bedient sich der patentierten Stufenschlitzgraben-Bauweise, die speziell für den Glasfaserausbau entwickelt wurde und es erlaubt, in der befestigten Oberfläche schnell und sicher die Kabel für die Glasfaserinfrastruktur zu verlegen. Dabei deckt die Österreichische Glasfaserverlegung nicht nur die Verlegung der Glasfaserinfrastruktur ab, sondern nimmt von der Planung und Projektierung bis hin zur Umsetzung des Glasfaserprojekts den ganzen Prozess in die Hand. Zu den größten Referenzen gehört Vodafone als Partner auf dem deutschen Markt. Mehr Informationen unter https://www.oesterreichische-glasfaser.com/

Eine aktuelle Übersicht über die BUGLAS-Mitgliedsunternehmen finden Sie ...hier


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